Hinweise zu tar und rsync

Hier ein paar Hinweise zu den beliebten Tools tar und rsync.

tar
Bislang hatte ich immer Ärger mit dem exclude. Mein Befehl für tar lautete nämlich stets tar -c..f /Pfad/zur/tar-Datei.tar –Optionen .
Wenn exclude hier platziert wird, stresst tar rum. Baut man den Befehl aber so um, dass -f /Pfad/zur/tar-Datei.tar erst ganz am Schluss kommt, klappt die Sache:
tar -c.. --Optionen . -f /Pfad/zur/tar-Datei.tar

rsync
Wie man die neuen Dateien in ein anderes Verzeichnis speichert, um so eine Art differenzielles Backup oder in meinem Fall eine überlappende Synchronisation zwischen zwei Standorten hinzukriegen, steht hier. Die Option lautet compare-dest und funktioniert so:
rsync --andere_Optionen --compare-dest=/Pfad/zum/Vergleich* /Pfad/zur/Quelle/ /Pfad/zum/Ziel*
*) Vergleich: beim normalen rsync das Ziel (Angabe ohne letztes / )
Ziel: hier landet das differenzielle Backup (Angabe ohne letztes / )
(Bei der Quelle Angabe mit letztem / )
Nicht wundern, rsync legt hier die komplette Verzeichnisstruktur an, schreibt aber nur geänderte und neue Dateien. Bei diesem Aufbau ist ein exaktes Abbild nicht möglich, weil man nichts löschen kann. Die Option prune-empty-dirs klappte im Zusammenhang mit compare-dest bei mir nicht. Zur Übersicht könnte man ein zweites rsync so nachschalten und dessen Inhalt dann sichern. Am Ende wird man eh aufräumen. In meinem Fall brauche ich dieses zweite rsync zwischen den Standorten ohnehin.

Port durch SSH tunneln

Mal wieder ein Eintrag gegen die / wegen der Vergesslichkeit:
ssh -L [lokaler Port]:[IP im Zielnetz]:[Port auf Zielrechner] [Benutzer]@[Server/IP]
ggf. sind weitere Optionen wie eine Portangabe nötig
Bsp.: ssh -L 6000:10.10.1.10:443 admin@server.net
=> So kann der interne Port 443 vom Browser aus erreicht werden, indem man im Browser „https://localhost:6000“ eingibt.

Befehl gegen flackerndes KDE

Das Problem scheint nur bei AMD-Grafikkarten aufzutauchen. Bei Blenden wird flackert der Bildschirm, wenn Fenster angezeigt werden sollen, kann es passieren, dass nur die Knöpfe da sind bis man mit der Maus drüber fährt, bei der Office fehlen Textteile, wobei hier zoomen hilft, usw.
Abhilfe: mit Alt+F2 das Befehl-ausführen Minifenster ganz oben starten und darin eingeben:
kwin –replace
Enter und gut is‘!

Mount-Befehle und fstab

Mount-Befehle

SMB mounten:
mount -t smbfs //server/freigabe /lokalesVerzeichnis -o ro,uid=1000,gid=1000,username=SMBName\\Benutzer,password=Passwort
Bemerkungen: -o ro = read only. SMBName\\ nur, falls Zielrechner in einer Domäne befindlich und auf einen lokalen, Nicht-Domänen-Benutzer verbunden werden soll.
uid=Nummer des lokalen Linux-Users, gid=Nummer der lokalen Linux-Gruppe => Rechteproblem gelöst
encfs /media/[Beispiel]/[Quellverzeichnis]/ /media/Beispiel/[Zielverzeichnis]/

fstab

LABEL=[NAME] / ext4 discard,noatime,nodiratime,errors=remount-ro 0 1
discard,noatime,nodiratime schonen SSDs
UUID=[UUID] /media/Beispiel ext4 nofail,errors=remount-ro 0 3
Die 3 hinten führt das fsck später durch
tmpfs /tmp tmpfs defaults,noatime,mode=1777 0 0
tmpfs /var/tmp tmpfs defaults,noatime,mode=1777 0 0
man kann auch /var/cache/apt/archives nach tmp mounten, muss aber seit 16.04 immer ./partial erstellen und kassiert bei Synamtic am Ende eine ignorierbare Fehlermeldung wegen der Rechte. Dafür läuft einem aber nie die Platte voll mit Paketen.
/dev/sda3 none swap sw 0 0
UUID=[UUID] /media/Beispiel ext4 defaults,nofail 0 5
UUID=[UUID] /media/Windows ntfs-3g ro,nofail,nls=utf8,uid=1000,gid=1000 0 7
anstelle von ro (read-only) geht auch rw (read-write) – will man ggf. aber besser nicht
//[IPv4]/[FREIGABENAME] /media/Beispiel cifs noperm,credentials=/root/.smbpwd,_netdev 0 0

Ohne die Option nofail hängt das System, falls beim Booten ein Laufwerk nicht verfügbar oder sauber ist.

Linux Datei-Rechte-Codes

chmod-Tabelle

CHMOD-Tabelle für all jene, die sich die Zahlen nicht merken können:
Reihenfolge: Besitzer, Gruppe, Public.

R: Lesen + + + +
W: Schreiben + + + +
X: Ausführen + + + +
chmod-Zahl 0 1 2 3 4 5 6 7

WLAN Passwort für alle Benutzer

Seit 16.04 muss man folgende Schritte unternehmen, wenn man erreichen will, dass ein WLAN-Netzwerk vor dem Login gestartet wird. Üblicherweise geschieht dies nach dem Login, da das WLAN-Passwort dann KWallet entnommen wird.

In /etc/NetworkManager/system-connections sucht man sich die gewünschte Verbindung heraus und öffnet die Datei mit Root-Rechten. Dann löscht man bei [wifi-security] den Eintrag „psk-flags=1“ und fügt diesen Eintrag ein:
psk=[PASSWORT-IM-PLAINTEXT]
Nach einem Neustart oder dem Befehl „nmcli con reload“ funktioniert das dann.

KDE Plasma 5 Probleme nach 16.04-Upgrade

Es gibt einige Probleme, u.a. wird keine Einstellung übernommen. Um alles wieder halbwegs vernünftig aussehen zu lassen, installierte ich über Synaptic die Pakete plasma-theme-oxygen und oxygen-cursor-theme sowie als Arbeitsflächen-Design (wohl unnötigerweise) Naked.
Nach einiger Einstellerei habe ich die Settings von Rechner A zu B per tar übertragen.

Das Icon-Problem löst man, indem man ein Eintrag
export QT_QPA_PLATFORMTHEME=kde
in die Datei
home/[USER]/.profile
einträgt und sich neu anmeldet.
(Quelle: https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/kubuntu-meta/+bug/1450068)

Als Startmenü finde ich das überarbeitete „Anwendungsmenü“ schöner. Es übernimmt die Favoriten nur teilweise, aber man kann neue hinzufügen.

2 Be continued …

FAT-Stick mit MP3s sortieren mit fatsort

Das Problem: mache MP3-Player spielen die Titel in der Reihenfolge, in der sie in der FAT auftauchen. Also sortieren wir sie. Das Paket heißt fatsort, und der Befehl:
sudo fatsort -c -o d /dev/sdXY
zuvor muss man die Partition ermitteln, und sie darf nicht gemountet sein.
Um zu sehen, wie die aktuelle Reihenfolge in der FAT aussieht, benutzt man (gerne schon vorher)
sudo fatsort -l /dev/sdh1